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 29. Mai 2017
Wenn Patienten den richtigen Umgang mit dem Stoma erlernt haben, muss die Lebensqualität der Betroffenen nicht eingeschränkt sein.
 05. April 2017
Eine Rehabilitation nach Darmkrebs soll unter anderem mögliche Funktionsstörungen, die nach der Erkrankung oder der Behandlung aufgetreten sind, bessern.
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Dünndarmkrebs entsteht meist im Zwölffingerdarm, dem oberen Abschnitt des Dünndarms.
Dünndarmkrebs

Was ist Dünndarmkrebs?

Bei Dünndarmkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor im längsten Organ des Körpers, dem Dünndarm. Der Tumor entwickelt sich meist aus der Darmschleimhaut, genauer aus entarteten Drüsenzellen der Schleimhaut. Diese Form von Dünndarmkrebs wird auch als Adenokarzinom bezeichnet (Adeno bedeutet Drüse). Die Vorstufe von Darmkrebs wird als Polyp bezeichnet, also als gutartige Veränderung in der Darmwand. Durch massive Zellteilung kann hieraus über einen Zeitraum von mehreren Jahren ein bösartiger Tumor entstehen. Nur bösartige Dünndarmtumoren werden als Dünndarmkrebs bezeichnet.

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Da Dünndarmkrebs meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, haben sich in vielen Fällen bei der Diagnose bereits Metastasen in anderen Organen und Geweben gebildet. Bei Dünndarmkrebs kann es auch zu einem Befall des Bauchraums kommen. Man spricht bei einem starken Befall des Bauchfells von einer Peritonealkarzinose.

Bei Dünndarmkrebs erfolgt meist eine Operation mit dem Ziel, den Tumor vollständig zu entfernen. Ergänzend können Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt werden. Eine Bestrahlung wird meist vor der Operation zur Verkleinerung des Tumors durchgeführt. Eine Chemotherapie bei Dünndarmkrebs kann vor oder nach der Operation angewandt werden.

Häufigkeit von Dünndarmkrebs

DünndarmkrebsDarmkrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei Männern ist es die dritthäufigste Krebserkrankung nach Prostatakrebs und Lungenkrebs. Dabei ist aber meist der Dickdarm betroffen. Dünndarmkrebs kommt weitaus seltener vor, da Dünndarmtumoren in den meisten Fällen gutartig sind. Vor allem im Krummdarm sind Tumoren häufig gutartig. Bösartige Tumoren entstehen meist im Zwölffingerdarm, dem oberen Teil des Dünndarms. Die Zahl der Neuerkrankungen von Darmkrebs ist laut Robert Koch-Institut in den letzten Jahren rückläufig und die Sterberate um rund 20 % gesunken.

Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken steigt mit zunehmenden Alter. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 72 Jahren und bei Frauen bei 75 Jahren. Nur 10 Prozent aller Neuerkrankungen werden bei Menschen unter 55 Jahren festgestellt. Für noch jüngere Personen ist das Risiko an Darmkrebs zu erkranken sehr gering.

Dünndarmkrebs und Vererbung

Dabei gibt es eine Ausnahme: Sollte eine sehr seltene genetische Veränderung vorliegen, kann Darmkrebs auch Jüngere betreffen. Man unterscheidet dabei den Erblichen Nicht-polypösen Darmkrebs (HNPCC) und die Familiäre Adenomatöse Polyposis (FAP). Darüber hinaus kann Dünndarmkrebs auch durch die Erbkrankheit Peutz-Jeghers-Syndrom entstehen, die durch Pigmentflecken im Gesicht, vor allem im Bereich der Lippen und der Mundschleimhaut charakterisiert ist. Bei dieser Erkrankung treten im Dick- und Dünndarm eine Vielzahl von gutartigen Polypen auf, die sich dann zu einem bösartigen Tumor entwickeln können.

Erblicher Nicht-polypöser Darmkrebs (HNPCC)

In fünf bis sieben Prozent aller Darmkrebsfälle ist der Erbliche Nicht-polypöse Darmkrebs der Verursacher. Diese Form von Darmkrebs wird auch Lynch-Syndrom genannt. Die verantwortlichen Gendefekte sind bislang noch nicht vollständig erforscht. Von Geburt an besteht eine Veranlagung, daher erkranken Betroffene deutlich früher als bei anderen Darmkrebsarten. Der Tumor kann dabei im Dick- und Dünndarm, aber auch darüber hinaus in Magen, Gebärmutter, Eierstöcken, Harnleiter oder Gallenwegen entstehen. Hier ist es für Patienten und nahe Verwandte sinnvoll mit dem Arzt über ein spezielles Krebsvorsorge- und Früherkennungsprogramm zu sprechen, dass schon ab dem 25. Lebensjahr jährliche Vorsorgeuntersuchungen vorsieht.

Familiäre Adenomatöse Polyposis (FAP)

Die Familiäre Adenomatöse Polyposis ist die zweithäufigste erbliche Darmkrebsform. Betroffen sind bereits junge Menschen ab ca. 20 Jahren, da sich hier bereits in jungen Jahren sehr viele Darmpolypen bilden, die sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln. Das Vorsorgeprogramm greift daher sehr früh: Bereits ab einem Alter von 10 Jahren werden jährlich der Dick- und Dünndarm, die Schilddrüse und die Bauchhöhle untersucht. Die Polypen befinden sich meist im Mast- und Dickdarm, können aber auch im Magen oder dem Zwölffingerdarm entstehen.

Miriam Schaum

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