Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Dünndarmkrebs

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Dünndarmkrebs
Was ist Dünndarmkrebs?

Der Begriff Dünndarmkrebs bezeichnet eine maligne Krebserkrankung eines bestimmten Darmabschnitts. Die Ursachen sind bislang noch nicht genau erforscht. Es können unterschiedliche Formen von Dünndarmkrebs unterschieden werden: Zum einen kann die Tumorerkrankung primär, d. h. aus dem Darm selbst, entstehen, zum anderen kann sich der Krebs aus Metastasen entwickeln. Für die Primärform wurden einige Risikofaktoren identifiziert, u. a. handelt es sich dabei um chronisch-entzündliche Erkrankungen des Darms. Im Vergleich zum Dickdarmkrebs sind relativ wenige Menschen von Dünndarmkrebs betroffen, dies kann dadurch bedingt sein, dass mögliche krebserregende Stoffe aus der Nahrung kürzer im Dünn- als im Dickdarm verbleiben.

Diagnose Dünndarmkrebs

Zur Diagnose von Dünndarmkrebs wird zunächst die Krankengeschichte vom Arzt erfragt. Einige Symptome können einen Hinweis auf eine Krebserkrankung des Dünndarms geben, z. B. Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall, Bauchschmerzen oder -krämpfe, eine nicht ernährungsbedingte Reduzierung des Gewichts oder blutiger Stuhl. Zur weiteren Diagnose können verschiedene Untersuchungen gemacht werden. Mittels Röntgen kann der Dünndarmkrebs aufgespürt werden. Bildgebende Verfahren wie Computertomografie, Magnetresonanztomografie bzw. Ultraschall können näheren Aufschluss über Größe und Lage des Tumors sowie über eine mögliche Verbreitung geben. Eine bei einer Biopsie entnommene Gewebeprobe kann über die Gut- oder Bösartigkeit des Tumors aufklären.

Im Glossar finden Sie wissenswerte Informationen und Details zu der Erkrankung Dünndarmkrebs. Hier werden z. B. medizinische Fachbegriffe zu Entstehung und Diagnose von Dünndarmkrebs und den folgenden therapeutischen Maßnahmen erläutert.

Die Gründe für die Entstehung von Dünndarmkrebs sind nicht abschließend geklärt. Bestimmte Faktoren scheinen positiv auf die Entstehung von Dünndarmkrebs einzuwirken. Dies sind z. B. chronisch-entzündliche Erkrankungen des Darms, hierzu zählen u. a. Morbus Crohn oder Polyposis-Syndrome. Auch die Ernährung scheint Einfluss auf die Entstehung von Dünndarmkrebs zu nehmen – unausgewogene, vitaminarme und vor allem eine an tierischen Fetten reiche Nahrung könnte das Risiko erhöhen, an Dünndarmkrebs zu erkranken. Dünndarmkrebs wird in verschiedene Formen differenziert, dies sind Adenokarzinome, Lymphome, Sarkome sowie Karzinoide. Diese werden nach dem Gewebe bzw. den Zellen unterschieden, aus denen sie entstehen.

Was ist Dünndarmkrebs?

Dünndarmkrebs ist die allgemeine Bezeichnung für bösartige Tumoren des Dünndarms. Diese Tumoren können sowohl primär im Dünndarm entstehen als auch Metastasen anderer Tumoren sein. Was genau Dünndarmkrebs verursacht, ist bis jetzt noch nicht vollständig geklärt. Jedoch wurden einige Risikofaktoren entdeckt, die die Entstehung von Dünndarmkrebs begünstigen. Dazu gehören u. a. entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn.

Das Robert Koch Institut schätzt die Zahl der Betroffenen von Darmkrebs auf ca. 35.000 Männer und ca. 30.000 Frauen. Dünndarmkrebs ist relativ selten. Dickdarmkrebs hingegen kommt wesentlich häufiger vor. Ein Grund für das seltene Auftreten von Dünndarmkrebs könnte u. a. die kurze Zeitspanne sein, in der der Nahrungsbrei den Dünndarm passiert. Eventuell in der Nahrung vorhandene karzinogene Substanzen haben dabei weniger Zeit, die Zellen der Darmwand zu schädigen. Im Dickdarm hingegen verbleibt der Nahrungsbrei für einen längeren Zeitraum.

Wie auch bei einigen anderen Tumorerkrankungen (z. B. Eierstockkrebs) treten im Frühstadium von Dünndarmkrebs keine oder kaum Symptome auf. Diese Tatsache erschwert häufig die Diagnose. Aufgrund des häufig fortgeschrittenen Stadiums bei Diagnose ist häufig auch die Therapie von Dünndarmkrebs erschwert.

Dünndarmkrebs: Der Dünndarm

Der Dünndarm ist mit einer Länge von rund drei Metern der längste Teil des Verdauungstraktes. Er beginnt am Magen und endet am Dickdarm. Er besteht aus drei Teilen: Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm. Der Dünndarm verdaut die bereits vorverdaute Nahrung weiter und entnimmt dem Speisebrei alle verwertbaren Inhaltsstoffe (u. a. Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Vitamine etc.) Der Dünndarm ist ein langer Schlauch mit vielen Schlingen, damit er in den Bauchraum passt. Im Dünndarm

Symptome von Dünndarmkrebs

Besonders in frühen Stadien verursacht Dünndarmkrebs keine Symptome. Mögliche Symptome können Bauchschmerzen oder -krämpfe, besonders in der Mitte des Bauchraums, unerklärlicher Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder eine Geschwulst im Bauchraum sein. Diese Symptome müssen nicht zwangsläufig auf Dünndarmkrebs hinweisen. Ein Arztbesuch ist dennoch empfehlenswert.

Heilungschancen (Prognose) von Dünndarmkrebs

Wie bei anderen Krebserkrankungen gilt auch für Dünndarmkrebs, je eher die Diagnose gestellt werden konnte, desto besser ist die Prognose. Derr allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist für die Therapieplanung entscheidend und daher auch für die Heilungschancen relevant. Einfluss auf die Heilungschancen hat besonders das Krankheitsstadium zum Zeitpunkt der Diagnose: Wenn der Dünndarmkrebs bereits in andere Organe gestreut hat, fällt die Prognose schlechter aus.

16. August 2016
Bestimmte Bakterien in der Darmflora fördern das Stammzellwachstum und begünstigen so die Krebsentwicklung. Dieses Wissen könnte zukünftig bei Vorsorge und Therapie von Darmkrebs helfen.
  
12. August 2016
Bei Menschen mit Morbus Crohn ist das Risiko für eine Erkrankung an Darmkrebs erhöht. Auswirkungen auf das individuelle Risiko hat dabei auch der von Morbus Crohn betroffene Darmabschnitt.
  
27. Juli 2016
Viele Darmkrebspatienten sind nach der Operation auf ein Stoma angewiesen, einen künstlichen Darmausgang. Bereits in der Klinik sollte der Patient im Umgang mit dem Stoma geschult werden.
  
24. Juni 2016
In einem zertifizierten Darmkrebszentrum arbeiten die verschiedenen Kooperationspartner Hand in Hand. Darüber hinaus muss für eine Zertifizierung eine bestimmte Fallzahl nachgewiesen werden, die die Expertise sichert.
  
12. Mai 2016
Zur Diagnose von Darmkrebs wird in der Regel eine Darmspiegelung durchgeführt. Darüber hinaus kann eine digital-rektale Tastuntersuchung oder ein Okkultbluttest durchgeführt werden.