25. November 2016
Die Eigenschaften eines Tumors haben Einfluss auf den Erfolg der Behandlung und den Grad der Aggressivität, mit der sich der Tumor entwickelt. Daher spielt die genaue Analyse der Tumoreigenschaften eine große Rolle bei der Behandlung von Darmkrebs.
 16. August 2016
Bestimmte Bakterien in der Darmflora fördern das Stammzellwachstum und begünstigen so die Krebsentwicklung. Dieses Wissen könnte zukünftig bei Vorsorge und Therapie von Darmkrebs helfen.
 12. August 2016
Bei Menschen mit Morbus Crohn ist das Risiko für eine Erkrankung an Darmkrebs erhöht. Auswirkungen auf das individuelle Risiko hat dabei auch der von Morbus Crohn betroffene Darmabschnitt.
 27. Juli 2016
Viele Darmkrebspatienten sind nach der Operation auf ein Stoma angewiesen, einen künstlichen Darmausgang. Bereits in der Klinik sollte der Patient im Umgang mit dem Stoma geschult werden.
Stethoskop
Ihr Ratgeber Dünndarmkrebs
Dünndarmkrebs entsteht meist im Zwölffingerdarm, dem oberen Abschnitt des Dünndarms.
Dünndarmkrebs

Was ist Dünndarmkrebs?

Bei Dünndarmkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor im längsten Organ des Körpers, dem Dünndarm. Der Tumor entwickelt sich meist aus der Darmschleimhaut, genauer aus entarteten Drüsenzellen der Schleimhaut. Diese Form von Dünndarmkrebs wird auch als Adenokarzinom bezeichnet (Adeno bedeutet Drüse). Die Vorstufe von Darmkrebs wird als Polyp bezeichnet, also als gutartige Veränderung in der Darmwand. Durch massive Zellteilung kann hieraus über einen Zeitraum von mehreren Jahren ein bösartiger Tumor entstehen.

Häufigkeit von Dünndarmkrebs

DünndarmDarmkrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei Männern ist es die dritthäufigste Krebserkrankung nach Prostatakrebs und Lungenkrebs. Dabei ist aber meist der Dickdarm betroffen. Dünndarmkrebs kommt weitaus seltener vor, da Dünndarmtumoren in den meisten Fällen gutartig sind. Vor allem im Krummdarm sind Tumoren häufig gutartig. Bösartige Tumoren entstehen meist im Zwölffingerdarm, dem oberen Teil des Dünndarms. Die Zahl der Neuerkrankungen von Darmkrebs ist laut Robert Koch-Institut in den letzten Jahren rückläufig und die Sterberate um rund 20 % gesunken.

Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken steigt mit zunehmenden Alter. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 72 Jahren und bei Frauen bei 75 Jahren. Nur 10 Prozent aller Neuerkrankungen werden bei Menschen unter 55 Jahren festgestellt. Für noch jüngere Personen ist das Risiko an Darmkrebs zu erkranken sehr gering.

Vererbung

Dabei gibt es eine Ausnahme: Sollte eine sehr seltene genetische Veränderung vorliegen, kann Darmkrebs auch Jüngere betreffen. Man unterscheidet dabei den Erblichen Nicht-polypösen Darmkrebs (HNPCC) und die Familiäre Adenomatöse Polyposis (FAP). Darüber hinaus kann Dünndarmkrebs auch durch die Erbkrankheit Peutz-Jeghers-Syndrom entstehen, die durch Pigmentflecken im Gesicht, vor allem im Bereich der Lippen und der Mundschleimhaut charakterisiert ist. Bei dieser Erkrankung treten im Dick- und Dünndarm eine Vielzahl von gutartigen Polypen auf, die sich dann zu einem bösartigen Tumor entwickeln können.

Erblicher Nicht-polypöser Darmkrebs

In fünf bis sieben Prozent aller Darmkrebsfälle ist der Erbliche Nicht-polypöse Darmkrebs der Verursacher. Diese Form von Darmkrebs wird auch Lynch-Syndrom genannt. Die verantwortlichen Gendefekte sind bislang noch nicht vollständig erforscht. Von Geburt an besteht eine Veranlagung, daher erkranken Betroffene deutlich früher als bei anderen Darmkrebsarten. Der Krebs kann dabei im Dick- und Dünndarm, aber auch darüber hinaus in Magen, Gebärmutter, Eierstöcken, Harnleiter oder Gallenwegen auftauchen. Hier ist es für Patienten und nahe Verwandte sinnvoll mit dem Arzt über ein spezielles Krebsvorsorge- und Früherkennungsprogramm zu sprechen, dass schon ab dem 25. Lebensjahr jährliche Vorsorgeuntersuchungen vorsieht.

Familiäre Adenomatöse Polyposis

Die Familiäre Adenomatöse Polyposis ist die zweithäufigste erbliche Darmkrebsform. Betroffen sind bereits junge Menschen ab ca. 20 Jahren, da sich hier bereits in jungen Jahren sehr viele Darmpolypen bilden, die sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln. Das Vorsorgeprogramm greift daher sehr früh: Bereits ab einem Alter von 10 Jahren werden jährlich der Dick- und Dünndarm, die Schilddrüse und die Bauchhöhle untersucht. Die Polypen befinden sich meist im Mast- und Dickdarm, können aber auch im Magen oder dem Zwölffingerdarm entstehen.

Miriam Schaum

 25. November 2016
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