Dünndarmkrebs
Informationen für Betroffene und Angehörige
Symptome und diagnostische Verfahren bei Dünndarmkrebs
Dünndarmkrebs ist im Frühstadium in der Regel symptomfrei bzw. verursacht leicht übersehbare und uncharakteristische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall. Im fortgeschrittenen Stadium verursacht ein Dünndarmtumor Schmerzen bzw. Krämpfe in der Bauchmitte, unerklärlichen Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl. Ist der Tumor bereits sehr groß, kann er den Darm blockieren und zu einem Darmverschluss führen.
Besteht der Verdacht auf Dünndarmkrebs, wird der Arzt nach dem Anamnesegespräch verschiedene Untersuchungen veranlassen, um die Diagnose abzusichern. Bei einer Röntgenuntersuchung können nach Gabe eines Kontrastmittels Tumoren sichtbar gemacht werden. Ultraschall (Sonografie), Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) können ergänzend durchgeführt werden, um eventuelle Metastasen (Tochtergeschwülste) in anderen Organen (z. B. in den Lymphknoten) zu diagnostizieren.
Auch eine Magen-Darmspiegelung kann Aufschluss über eventuell vorhandene Geschwülste im Dünndarm geben. Bei dieser Untersuchungsmethode wird ein Endoskop (ein dünner Schlauch mit einer Lichtquelle und einer Kamera) durch die Speiseröhre durch den Magen bis in den Dünndarm geschoben. Dabei kann der Arzt nicht nur die Darmwand direkt betrachten und Veränderungen erkennen, sondern er kann bei Bedarf auch von bestimmten Arealen Gewebeproben entnehmen und im Labor untersuchen lassen. Bei dieser sog. Biopsie kann ggf. festgestellt werden, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt. Eine Biopsie kann auch im Rahmen einer Bauspiegelung durchgeführt werden. Dabei werden unter Narkose Endoskope durch kleine Öffnungen in der Bauchdecke eingeführt, mit denen der Arzt den Bauchraum beurteilen kann.
Da bei einer Magen-Darmspiegelung bzw. Darmspiegelung jeweils nur der Anfang bzw. das Ende des Dünndarms untersucht werden kann, kann seit Kurzem die sog. Videokapselendoskopie eingesetzt werden, um den kompletten Dünndarm betrachten zu können. Dazu muss der Patient eine kleine Kamera schlucken, die auf ihrem Weg durch den Dünndarm Bilder der Darmwand aufnimmt, die später ausgewertet werden.
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